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Eigene Gemäldeausstellung 2011

am 5. und 6. November 2011
in Halle 6 der Zeche Zollverein

Thema: Seele

Öffnungszeiten:
am 5.11.2011 von 18.00 bis 22.00 Uhr Vernissage um 19.00 Uhr
am 6.11.2011 von 10.00 bis 20.00 Uhr Lyrikstunde um 14.00 Uhr

Meine Ausstellung in diesem Jahr (immer Ende Oktober / Anfang November) befasst sich mit dem Thema "Seele". Dazu habe ich die in Frankfurt lebende Künstlerin Gisela Engert eingeladen.



Das Bild zeigt ein gemeinsames Gespräch auf einer Ausstellung in Barcelona.
Diese Seite wird über unsere beider Arbeiten zum Thema berichten.

Nachfolgend sehen Sie die Arbeiten
der Künstlerin Gisela Engert zum Thema.


Copyright by Gisela Engert

Die Zartheit der Seele und auch deren Empfindsamkeit sind Themen dieser Bildserie.

Es geht mir in meinen Werken um die Darstellung von Emotionen und der Vielschichtigkeit von Erlebnissen, deren Spuren sich wie Sedimente im tiefsten Inneren des Menschen ablagern und genau das definieren, was jede Seele einzigartig werden lässt.

Diesen Vorgang versuche ich in meinen Bildern sichtbar zu machen und das beschriebene Geschehen findet eine Entsprechung in meinem Malprozess.

Die Farbgebung meiner Bilder entspringt den Gefühlen, welchen ich in der jeweiligen Arbeit Ausdruck verleihen möchte und denen ich eine bestimmte Farbpalette zuordne.

Während des Malvorgangs vollziehe ich dann mittels Pinselführung und Einsatzes anderer Malutensilien gestisch Empfindungen nach, die ich darzustellen beabsichtige. Da ist zum Beispiel der heftig impulsive Pinselschwung mit kräftigem Farbauftrag einerseits, gefolgt von anderseits zart aufgetragenen Lasuren.



Reliefartige Strukturen oder geschabte und gekratzte Partien werden danach wieder zum Teil mit leichtem Farbfluss überlagert und betonen den oft haptischen Charakter meiner Bilder. Details werden herausgearbeitet oder auch wieder partiell übermalt.

So versuche ich ein Bild von Gefühlen zu schaffen und das Unsichtbare sichtbar zu machen, da die uns umgebende Welt nicht nur aus real erkennbaren und mit Verstand begreifbaren Geschehnissen und Zusammenhängen besteht, sondern gleichermaßen auch aus Gefühlen und sensitiv Erlebtem.

So wie jede Erinnerung nicht nur mit Bildern und Worten einhergeht, sondern auch damit verbundene Emotionen hervorruft, versuche ich während des Malprozesses teilweise verschüttete Gefühle wieder aufzudecken und partiell verblasste Erinnerungsbilder aufsteigen zu lassen, um all dieses mit dem aktuellen Geschehen in Verbindung treten zu lassen.

Die Werke wirken allesamt auf den ersten Blick abstrakt, beim näheren Anschauen jedoch, lassen geheimnisvolle Transparenz und die fragmentarische Darstellung von Vertrautem dem Betrachter die Freiheit zu ganz individuellen Assoziationen und Interpretationsmöglichkeiten.

Nachfolgend sehen Sie meine lyrischen Arbeiten




Wenn es stimmt, dass auf dieser Welt nichts verloren geht und alle Stoffe in einem ewigen Kreislauf immer neue Verbindungen und Strukturen eingehen, warum sollte dies nicht auch für unsere Seelen zutreffen. Ihre Existenz immer vorausgesetzt.

Zeitzyklus

Warum, wenn alles kommt und geht,
aus Alt auch immer Neu entsteht.
Wenn also alles was zerfällt
durch die Natur wird neu erstellt.
Dann bleibt am Ende alles offen
und ich kann auf so vieles hoffen.

Wenn also alles um mich her
neu entsteht als Wiederkehr.
Und alles was vorher mal war
ist irgendwie ja doch noch da.
Warum soll dies Gesetz der Welten
nicht auch für meine Seele gelten?



Dem Thema Seele kann man sich von der ersten, aber auch von der humorvollen Seite nähern.

Ich wüsst gern mehr von meiner Seele

Auch wenn ich mich damit nur quäle,
ich wüsst gern mehr von meiner Seele.
Es lässt mich einfach nicht mehr ruh'n,
denn schließlich hat’s mit mir zu tun.  

Ist sie mir fern oder doch nah,
war sie vielleicht schon vor mir da?
Stellt sich die letzte Ruhe ein,
wird sie auch dann noch nach mir sein?  

Hab ich sie mir bloß eingebildet,
und ist das Ganze nur geschwindelt?
Denn vorgestellt hat sie sich nicht
und sie besitzt wohl kaum Gewicht.  

Die Wissenschaft glaubt heut zu wissen,
was wir nach unserem Tod vermissen
sind ein paar lächerliche Gramm.
Zu wenig für so viel Tamtam!  

Ich werde nur bewusst so leben,
als sollte es sie wirklich geben.
Vielleicht ist sie es, die dies schreibt,
am Ende werd ich sehn was bleibt.




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Fotos von der Ausstellung

 





















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© Harald Nahrstedt
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Stand: 17.08.17