Sie sind hier: Lyrik

Dezember
Der letzte Monat des Jahres steht ganz im Zeichen des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels. Der altdeutsche Name ist Julmond, wegen der Wintersonnenwende, oder Christmonat im Hinblick auf Weihnachten. Dezemberzeit ist zum größten Teil auch Adventszeit, die Zeit des Wartens. In dieser Zeit erhalten Haus und Garten einen besonderen Schmuck mit Lichter und Tannen. Wer es dabei übertreibt, hat aus meiner Sicht den Sinn des Wartens falsch verstanden und verwechselt Anlocken mit Abwarten. Geht es doch eher um Besinnlichkeit, Dankbarkeit und Achtsamkeit.



 


Dezember


Schnee ist über Nacht gefallen,
hat die Landschaft zugedeckt.
Bringt die Stille zu uns allen,
nicht ein Laut der uns erschreckt.

Schneeweiß sind die dunklen Tage,
hell glitzern Sterne in der Nacht.
Die Kälte wird zur größten Plage,
es regiert die kalte Macht.

Aus Kaminen quillt der Rauch,
so als wolle er sich schleichen.
Vorwärts rutschend auf dem Bauch
muss er kalten Winden weichen.

Über allem Eis und Schnee
liegt Weihnachtsfreude in der Luft.
Dringt aus jedem Haus am See
Kerzenschein und Tannenduft.


 


Über Nacht

Aus dem frisch gefallenen Schnee
blitzen silbern Schneekristalle
und es glänzen auf dem See
an den kalten Uferzonen
tonnenweise Eismetalle.

In nur einer Winternacht,
sorgsam und in aller Stille,
hat Kälte dieses Werk vollbracht;
in der kalten Morgensonne
strahlt es nun in aller Fülle.

Durch die klare Winterluft
klingen ferne Morgenglocken.
Wie ihr Läuten auch mich ruft
und ich ihrem Klange lausche
fällt der Schnee in weißen Flocken.


     

Hauptseite   Über mich   Ölbilder   Zeichnungen   Lyrik   Events   Atelier   Kontakt   Links   Presse  

© Harald Nahrstedt
(Die Seiten wurden für die Bildbreite 800 Pixel optimiert)
Stand: 04.09.16