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Seele

Das Thema Seele ist so komplex wie die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Aus meiner Lyrik-Rezitation zur Ausstellung Seele am 5. und 6.11.2011 auf Zeche Zollverein.


  Einleitung

Im Jahre 1907 führte der amerikanische Arzt Duncan McDougall aus Massachusetts folgenden Versuch durch. Er stellte ein Bett auf vier Waagen, suchte sich sechs Patienten mit einer schweren Krankheit im Endstadium, und bat sie, ihren Tod in besagtem Bett zu erleben. Durch die Messung des Bettgewichts vor und nach dem Ableben der Probanden wollte er beweisen, das die menschliche Seele eine materielle Substanz besitzt, die den Körper im Augenblick des Todes verlässt. Die Messgenauigkeit der Anordnung war aber viel zu schlecht für eine exakte Messung. Wenn auch die Ergebnisse variierten, so ergaben sich doch Gewichtsverluste um die 21 Gramm.

Doch warum sollte eine Seele einen materiellen Anteil besitzen. Der deutsche Philosoph Wilhelm Schmid betrachtet, in seinem 2010 erschienenen Aufsatz über die Wiederentdeckung der Seele, diese von der energetischen Seite. Dann dürfte sich der materielle Anteil allerdings im Nanobereich abspielen. Aber spielt das eine Rolle? Die Quantenphysik hat eins bewiesen, dass sich Energie zwar umwandeln lässt, doch sie geht nicht verloren.

Ist der Tod also nur eine Trennung zwischen dem sterblichen Körper und der unsterblichen Energie, die ihn voran treibt? Der Gedanke an den Tod löst in den meisten Menschen Beklemmungen aus. Ist es doch ein unwiderruflicher Abschied von geliebten Menschen. Damit verbunden sind Trauer, Schmerz und Ungewissheit. In einigen Religionen ist es der Zeitpunkt, an dem über die Seele, stellvertretend für die gelebte Zeit, gerichtet wird. Kein Wunder also, wenn da Beklemmung aufkommt.

Doch wir leben in einem aufgeklärten Zeitalter und reden offen über Vorgänge, die wir mit unserem Wissen (noch) nicht erklären können. Da gibt es das Thema Nahtoderfahrung, über das durchaus seriöse Ärzte schreiben. Die Reinkarnation, an die ganze Völker glauben, und die durch Rückführung in Trance jeder von uns erleben kann.
 

Das alles hat oft noch einen wenig wissenschaftlichen Hintergrund. Doch die Wissenschaft hat sich von manchen Vorurteilen im Laufe der Jahrhunderte trennen müssen. Und sie war nicht immer die schnellste. Immerhin ist die Erde heute keine Scheibe mehr.

Wenn man sich mit dem Thema Seele befasst, hat man am Anfang eine Menge elementarer Fragen. Doch es werden nicht weniger, sondern mehr. Für einen Künstler ist dieses Thema von existentieller Bedeutung. Mit seiner Arbeit Geld zu verdienen, ist für alle Menschen wichtig und nährt den Körper. Ob dies durch die Kunst geschieht, ist weniger wichtig.

Kunst gestalten und mit der Kunst leben aber, nährt die Seele. Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den lyrischen Ergebnissen zum Thema Seele. Meine Lyrik hält sich an den Sprachgebrauch des Alltags. Nach meiner Meinung sollte heute Lyrik möglichst jeden erreichen und alltagstauglich sein. Ich habe jeweils einige meiner Werke nach folgenden Ausprägungen zusammengestellt:

Seele & Existenz
Seelenleben
Seele & Humor

Diese Gedichte und Verse sind Teil meiner Ausstellung und einer Rezitation.



 
  Abschlussworte

Das Thema Seele hat bisher einige Menschen mehr und andere weniger beschäftigt. Ich hoffe, mit dieser Rezitation Ihnen so viel Anreiz geschaffen zu haben, dass dieses Thema Kernpunkt Ihres zukünftigen Lebens wird. Um es mal salopp zu sagen, Sie tun sich damit einen Gefallen.



  Fazit

Zum Abschluss bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und würde gerne, bevor wir eine Begehung meiner Bilder beginnen, noch ein wenig mit Ihnen über die Lyrik und das Thema Seele diskutieren.

Herzlichen Dank


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© Harald Nahrstedt
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Stand: 04.09.16