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Elemente

In uns Menschen steckt das Jahrtausende alte Verlangen, unser Leben in einer schönen Landschaft zu verbringen. Einmal oder auch mehrmals im Jahr, je nach Geldbeutel, brechen wir für kurze Zeit aus, um in Tagen der Besinnung an diesen Orten uns selbst zu finden. Den Begriff "die Seele baumeln lassen" gerade hier umzusetzen.

Olivenbäume

Vincent van Gogh schrieb in einem Brief an seinen Bruder: Die Ölbäume sind sehr charakteristisch, und ich gebe mir große Mühe, das einzufangen. Es ist Silber, das mal ins Blaue, mal ins Grüne spielt, bronzefarben und beinah weiß auf gelbem, rosa, violettem oder orange Boden, der bis zum stumpfen Ocker geht ... Eines Tages mache ich vielleicht etwas ganz Persönliches daraus, wie ich es mit den Sonnenblumen für die gelben Töne gemacht habe.


Birken

Duftend violette Lavendelteppiche inmitten grüner Obstgärten. Olivenhaine neben Weingärten. Natursteinhäuser mit hellroten Ziegeldächern. Schmale schattige Gassen mit steilen Hauswänden. Schläfrige Katzen an sonnenwarmen Plätzen. Liebevoll gepflegte Pflanzen in Kübeln. Vollkommene Stille bis auf das Plätschern eines Brunnens. Ein provenzalisches Dorf während der langen geruhsamen Mittagsstunden. Der Inbegriff des Wunschtraums "wie Gott in Frankreich" zu leben.

Die alpine Provence gehört immer noch zu meinen Lieblingsmotiven. Sie ist eine Region des Lichts, der Farben und der Düfte.



Wiesen

Seit Anfang der 80er Jahre bemühen sich Naturschützer, Landwirte, Keltereien und auch der Staat vermehrt um den Schutz unserer Streuobstwiesen. Sie alle haben erkannt, wie wertvoll sie für den Naturschutz, das Landschaftsbild und den Tourismus sind. Es gilt ein Kulturgut zu erhalten.
Für die heimische Artenvielfalt mit 3000 Tier- und Pflanzenarten mit ihren 1000 Obstsorten sind sie von großer Bedeutung. Vogelarten wie der Steinkauz, der Gartenrotschwanz oder der Grünspecht finden hier ihre Heimat.
Streuobstwiesen gehen in ihrer Bewirtschaftung bis auf das Mittelalter zurück. Doch allein in den letzten 40 Jahren ist in NRW ein Rückgang um 74% zu verzeichnen.




Felder

Wir Menschen lieben die Natur, keine Frage. Doch wie viel tragen wir zu ihrem Erhalt bei? In Zeiten der Energiewende legen wir Atomkraftwerke still und errichten wir stattdessen Windparks und Hochspannungsleitungen. Wir stellen uns und unseren Energieverbrauch dabei in den Vordergrund und die Natur zieht mal wieder den Kürzeren. Zur Ausbeutung der Natur fallen uns immer neue Methoden ein wie zum Beispiel das Fracking. Mit hohem Druck brechen wir Gesteinsschichten auf um an die letzten Energiereserven zu gelangen ohne die Langzeitfolgen dieser Methode ausreichend zu kennen. Niemand spricht von den hohen Wassermassen die dazu benötigt werden und die durch chemische Zusätze verunreinigt zurückbleiben.
Wann endlich räumen wir der Natur in unserem Leben den Stellenwert ein den sie verdient?



Flüsse

Schon immer zog es Menschen und Tiere zum Wasser. So entstanden die ersten Siedlungen an Flüssen. Diente der Fluss anfangs als Trinkquelle und Waschgelegenheit, so bot er auch Schutz vor Feinden. Mit der Entsorgung des Abwassers und dem Transport von Gütern kamen weitere Anwendungen hinzu. Die Qualität des Wassers verschlechterte sich zunehmend und das Leben in den Flüssen drohte zu sterben.
Heute haben wir ein zunehmendes Umweltbewusstsein und betrachten die Natur als ein schützenswertes Objekt. Wir beginnen wieder, die begradigten, gestauten, verrohrten und vermüllten Flüsse zu renaturieren.


Ufer

Viele Menschen zieht es jedes Jahr ans Meer, möglichst an naturbelassene einsame Strände. Doch wo gibt es die noch? Die Verschmutzung der Meere nimmt immer mehr zu und der Grund liegt einzig beim Menschen. Egal, ob es nun die Ölverschmutzung durch unerlaubte Tankreinigungen großer Frachter, die zahllosen Schadstoffe in industriellen und häuslichen Abwässern, Verunreinigungen durch undichte Mülldeponien jeder Art, Ölverluste bei der Förderung, Verklappung alter Öle auf See, Pestizide aus der Landwirtschaft oder radioaktive Niederschläge sind. Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Wann hören wir endlich auf die Meere mit unserem Müll zu belasten? So zu tun, als wäre sie ein unendlicher Müllschlucker. Eines Tages werden uns nur noch die Bilder bleiben.


Grachten

Der Name Gracht stammt aus dem niederdeutsch-niederländischen Raum und so wurden die Kanäle und Wassergräben bezeichnet, die als schmale künstliche Wasserwege angelegt wurden. Ursprünglich zur Verteidigung, Landgewinnung und Entwässerung angelegt, dienten sie auch dem Transport von Waren. So lagen auch die stattlichen Lager- und Kaufmannshäuser an ihnen.
Als sie ihre Bedeutung verloren, wurden viele auch zugeschüttet oder versandeten. Zumal sie als stehendes Gewässer auch einen Krankheitsherd darstellten. Heute ist man sich der touristischen Attraktion immer mehr bewusst und versucht die Grachten wieder zu renaturieren.


Blumen

Blumen faszinieren mich immer wieder durch ihren Formen- und Farbenreichtum. Da ich kräftige Farben liebe, sind die Blumen ein ideales Malmotiv. Mit ihren Farben und Formen buhlen sie geradezu um unsere Aufmerksamkeit. Ein Sprichwort sagt, das wir drei Dinge aus dem Paradies behalten haben. Sterne, Kinder und Blumen.

Blüten

Es ist faszinierend, wie jedes Jahr im Frühling die Natur erwacht und mit ihren bunten duftenden Blüten Signale sendet. Wir registrieren es mit Freude, aber auch mit einer Selbstverständlichkeit. Was würde geschehen, wenn dies nicht so wäre? Wenn keine Blumen zu blühen beginnen, wenn Bäume keine grünen Blätter im Frühling bekommen. Es wäre schlicht das Ende der Natur und damit auch das Ende der Menschheit. Die Erde würde wieder ein riesiger Gesteinsbrocken, sowie viele andere Planeten im Weltall. Leider scheint dies ziemlich vielen Menschen, auch solchen mit großem Einfluss auf die Geschichte der Menschheit, völlig egal zu sein.
Da fällt mir wieder der Spruch der Umweltaktivisten der 80er Jahre ein, der auf eine Weissagung der Cree beruht: Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
Ich möchte dem hinzufügen: Erst wenn keine Blüten mehr blühen werdet ihr merken, dass Steine kein Ersatz sind. Oder aktueller: Blüten first!. 

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© Harald Nahrstedt
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Stand: 30.07.17