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Wiesen

Seit Anfang der 80er Jahre bemühen sich Naturschützer, Landwirte, Keltereien und auch der Staat vermehrt um den Schutz unserer Streuobstwiesen. Sie alle haben erkannt, wie wertvoll sie für den Naturschutz, das Landschaftsbild und den Tourismus sind. Es gilt ein Kulturgut zu erhalten.
Für die heimische Artenvielfalt mit 3000 Tier- und Pflanzenarten mit ihren 1000 Obstsorten sind sie von großer Bedeutung. Vogelarten wie der Steinkauz, der Gartenrotschwanz oder der Grünspecht finden hier ihre Heimat.
Streuobstwiesen gehen in ihrer Bewirtschaftung bis auf das Mittelalter zurück. Doch allein in den letzten 40 Jahren ist in NRW ein Rückgang um 74% zu verzeichnen.



Streuobstwiese


100 x 100 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Dieses Bild zeigt eine Streuobstwiese im Frühling mit ihren blühenden Bäumen. Dem frischen Grün der Gräser und Kräuter. Es ist immer wieder überwältigend, mit welcher Schönheit die Natur das Ende des Winters verkündet. Dann juckt es mir in den Fingern, wenigstens einen Teil dieser Pracht in meinen Bildern einzufangen. Es lässt sich nicht verleugnen, dass die meisten meiner Motive aus Frühjahrslandschaften stammen.

Streuobstwiesen sind Kombinationen aus verschiedenen Biotopen. Sie werden höchstens zweimal im Jahr geschnitten. Dadurch können sie verschiedenen Tiergruppen wie Säugern, Reptilien und Lurchen einen guten Lebensraum bieten.
Säuger besiedeln Streuobstwiesen wegen ihres großen Angebots an Insekten, Körnern und Früchten. Ebenso Frösche und Kröten. Eidechsen und Schlangen bevorzugen Trockenmauern und Steinhaufen, die oft als Grenzen dienen. Bei angrenzenden Waldgebieten, bieten sie dem Rehwild Flächen zur Äsung. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ernähren sich von Nektar und Pollen der Baumblüten. In hohlen Baumstämmen nisten Wildbienen und Hornissen. Moosschichten und die rissige Borke alter Bäume bieten Unterschlupf für Spinnen, Nachtfalter und Käfer. In den Kräutern finden sich einen Vielzahl unterschiedlicher Insekten und Gliedertiere. Aber auch niedrigere Organismen wie Algen, Flechten, Pilze, Moose und Farne bietet sie Lebensraum.





Herbstliche Streuobstwiese


100 x 120 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Dieses Bild zeigt eine herbstliche Streuobstwiese.







Klatschmohnwiese zur Blauen Stunde


100 x 120 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Die Blaue Stunde beginnt, wenn die Sonne am Abend den Horizont erreicht. Sie endet, wenn ihre Kraft von unterhalb des Horizontes nicht mehr ausreicht, den Himmel anzustrahlen. In dieser Zeit hat der Himmel eine tiefblaue Färbung. Die Kontraste zwischen Hell und Dunkel sind abgemildert. Fotografien in dieser Zeit zeigen eine ungewöhnliche Farbintensität.


Obstwiese im Frühling


60 x 80 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Das Bild zeigt eine Obstwiese im Frühling. Im Gegensatz zur Streuobstwiese (oberes Bild) lebt dieses Bild von den Gegensätzen dunkler und heller Farben. Ein Wald im Hintergrund bringt Schatten.
Unserer heutigen Obstsorten gab es als Wildformen schon vor tausenden von Jahren. Kultiviertes Obst kam erst durch die Römer nach Deutschland. Waren es zuerst nur Klöster und Gutshöfe, so dehnte sich der Anbau später auch in den Ortschaften aus. Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren mehrere tausend Obstsorten bekannt. Der Rückgang kam dann mit dem aufkommenden Plantagenanbau.



Obstwiese im Sturm


100 x 100 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Dieses Bild zeigt eine Obstwiese, deren Blüten und Blätter durch einen Sturm bewegt werden. Es gilt also, diese Dynamik im Bild einzufangen.
Die Natur selbst befindet sich in einer ständigen Metamorphose, durch die Klimaänderungen in den Jahreszeiten, und damit verbunden durch Regen, Wind, Sonne und Frost. Wie gewaltig diese Einflüsse sein können, erleben wir bei Naturkatastrophen. Ja, eine kosmische Katastrophe kann sogar ganze Lebensarten auslöschen.

Doch auch weniger dramatisch ist die Natur im ständigen Wechsel mit den Jahreszeiten. Eine Landschaft im Winter hat ganz andere Farben als im Sommer. Auch die Lichtverhältnisse sind ganz andere. Darauf muss sich ein Maler einstellen, wenn er diese Impressionen darstellen will. Daher werde ich mich in dieser Reihe auch einem Wintermotiv zuwenden.




Obstwiese in der Abendsonne


80 x 80 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Wie man leicht erkennen kann, hat mich zu diesem Bild Claude Monets: Apfelbäume in Blüte, inspiriert. Nur findet ich den Berg im Hintergrund zu bedrückend. So habe ich meiner Landschaft die Weite des Himmels geschenkt. Die Abendsonne gibt der Szene einen goldenen Glanz.

Ein wichtiger Anreiz für einen Künstler ist die Kunst selbst. Werke anderer Künstler geben Anreiz für eine eigene Beschäftigung mit dem Objekt, dem Motiv oder welcher Einfluss auch immer dahinter steht. In der Betrachtung werden Impressionen frei, die zu eigenem Schaffen anregen. Ein Prozess der Metamorphose. Der Besuch von Ausstellungen ist daher ein wichtiger Aspekt des eignen künstlerischen Werdegangs.

Ein wichtiges Element unserer Gesellschaft ist die Kunsterziehung, die als Ziel und Anregung die Gestaltung eines kreatives Lebens hat. Sie beinhaltet auch die Achtsamkeit und Toleranz gegenüber jeder Form von Schaffen. Kunstwerke sind schließlich elementare Bestandteile jeder menschlichen Kultur.




Kopfweiden in der Morgensonne


100 x 100 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Kopfweiden zählen zu den prägenden Elementen unserer Kulturlandschaft. Ihr unverwechselbares Aussehen verleiht einer Landschaft eine charakteristische Schönheit. Sie erfüllen aber auch wichtige ökologische Funktionen. Sie sind Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Ihr Aussehen verdankt sie einer besonderen Schnittpflege.
Der Weidentyp sind größtenteils Rötel- und Silber-Weiden. Die typische Form wird dadurch erzielt, dass die Bäume in ihrer Jugend in einer Höhe von 1 bis 4 Metern über dem Boden abgeschnitten werden. In den Folgejahren werden die am Kopf austreibenden Ruten zurückgeschnitten. Als Folge wird der Kopf der Bäume immer stärker.
Der Mensch hat die vielen positiven Eigenschaften wie Schnellwüchsigkeit, Ausschlagfähigkeit, Biegsamkeit der Ruten, schon früh zu nutzen gelernt. Weidenkulturen sind bereits in der Jungsteinzeit nachgewiesen worden.



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© Harald Nahrstedt
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Stand: 16.08.17